Bericht über unseren Segeltörn in Kroatien und Montenegro

 

vom 01. bis 15. September 2013  von Daniela

 

Fotos vom Törn könnt ihr euch >>HIER<< anschauen

 

Ausgangshafen:     Dubrovnik

Segelyacht:            Sunsail 41, Baujahr 2013, mit dem Namen „Perla“

Vercharterer:         So Long Yachting

Die Crew:              Günter (Skipper), Michael (Co-Skipper), Gerd, Wolfgang und

       Daniela ; alle mit Segelerfahrung.

Törnverlauf:          Dubrovnik, Cavtat, Herceg-Novi, Prcanj, Kotor, Bigova, Budva, Rose,

                               Cavtat, Okulkje, Korcula, Polace, Okulkje, Dubrovnik  

                               

1. Tag:   Flug über Wien nach Dubrovnik, mit anschließendem Bus-                      Transfer in die ACI-

Marina nordöstlich von Dubrovnik. Die Marina liegt inmitten grüner und felsiger Berghänge. Nach Übernahme der Segelyacht wurde der Einkauf  erledigt. Es ist wolkenlos und schön warm (27 Grad). Am Abend geht es mit dem Bus in die Altstadt von Dubrovnik, sehr beeindruckend.

 

2. Tag:   Wir beginnen unseren Segeltörn mit der Ansteuerung des Altstadthafens Dubrovnik. Danach geht es in die Ankerbucht Cavtat. Viel Wind ist nicht vorhanden, deshalb motoren wir die 18 sm. Cavtat ist ein schöner kleiner Ort. Es gibt überall Festmacherbojen. Man kann auch gegenüber in der Bucht Tihan festmachen, wo wir dann den Abend bei gutem Essen im Restaurant ausklingen lassen.

 

3. Tag:   Heute ist Ausklarieren angesagt, weil wir Kroatien verlassen und nach Montenegro einreisen wollen. Wir müssen zum Q-Zoll-Anleger. Sollte man außerhalb des Q-Areals festmachen, ist eine Strafe von 500 Euro fällig. Die gelbe Flagge wird auf der Backbord-Seite gehisst, als Zeichen des Ausklariens bzw. alle an Bord sind wohlauf. Da wir keine gelbe Flagge an Bord hatten, haben wir von Michael die gelbe Regenmütze hochgezogen. Das Ausklarieren beim Hafenmeister und Polizei war ohne Probleme. Danach ging es auf direktem Weg in die Kotor-Bucht nach Zelenika zum Einklarieren. Auch hier ging alles reibungslos von statten. Das Fahrtenticket für Montenegro hat 50 Euro für 7 Tage gekostet. Gelbe Flagge wieder eingeholt und die Flagge von Montenegro auf der Steuerbord-Seite gehisst. Jetzt kam nur noch ein kleiner Schlag in den Hafen von Herceg-Novi .

 

4. Tag:   Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es in Richtung Kotor. Vorher wird noch ein Badestop in Rose eingelegt. Bei Windstärke 2-4 segeln wir an U-Boot-Bunkern vorbei bis zur kleinen Seefahrer-Insel Gospaod Skrpjela. Hier gibt es eine wunderschöne kleine Kapelle mit blauem Dach. Am späten Nachmittag erreichen  wir die Marina Prcanj. Hier erwartet uns eine nette Hafenmeisterin. Auch die Hafen-gebühren sind gegenüber Kroatien wesentlich preiswerter (40 Euro).      

                                         

 5. Tag:  Heute wird nicht gesegelt. Wir nehmen den Bus nach Kotor, die Stadt mit Unesco Weltkultur- und Naturerbe. Die Altstadt, die von einer Stadtmauer umgeben ist, muss man sich ansehen, sie ist sehr sehenswert. Bei 29 Grad, gefühlte 35 Grad, sind wir zur Festung von Kotor hoch gestiefelt. Ohne Wasserflasche undenkbar. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir dann den super tollen Ausblick über die Bucht von Kotor bestaunen. Am Abend genießen wir im Restaurant, ca. 100 m links vom Hafen entfernt, rechts oben auf der Terrasse, mit Weinreben bedeckt, das sehr gute Essen.

 

6. Tag:   Bevor wir unser nächstes Ziel Bigova ansteuern, machen wir noch eine Hafenrund- fahrt in der Bucht von Kotor. Lohnt sich sehr. Wir segeln bei 29 Grad  und wolken-losem Himmel in die Bucht von Bigova. Das Essen am Abend im Restaurant war nicht so gut.

 

7. Tag:  Der heutige Tag ist wieder wolkenlos und 28 Grad warm. Mit wenig Wind geht es zur Urlauberinsel  Sveti Stefan. Hier wird erst mal gebadet. Sveti Stefan können wir leider nicht besichtigen, weil diese kleine Insel, auf der früher viele Fischer lebten, mittlerweile ein Luxus-Ressort ist. Gegen 16 Uhr erreichen wir den Hafen von Budva. Für den klassischen Badeurlaub ist die Gegend um Budva perfekt. Auch Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten. Die Altstadt, venezianisch geprägt, ist sehr empfehlenswert. In unmittelbarer Nähe des Hafens gibt es eine lebhafte Touristen-Meile. Am Abend waren wir im Restaurant Tropical, direkt am Strand. Wir haben uns einen Tisch im goldenen Sand mit Blick auf das türkis schimmernde Wasser ausgesucht und das Essen war perfekt.

 

8. Tag:   Die Nacht war sehr laut (Discomusik bis weit in die Nacht), deshalb kommen wir auch erst gegen Mittag von Budva weg. Es geht zurück in die Kotor-Bucht, ein schöner Segeltag. Wir legen in Rose am Steg an und springen in die Fluten. Nach einem ausgiebigen Badevergnügen wird der Abend im Restaurant „Mira“, im Fort Rose, mit vorzüglichem Lammbraten beendet.

 

9. Tag:   Auf geht es zurück nach Zelenika zum Ausklarieren, was wieder ohne Probleme von statten geht. Es ist wieder ein schöner Segeltag und am Nachmittag legen wir zum Einklarieren in Cavtat am Q-Steg beim Zoll an. Gegen Abend haben wir dann in der Bucht von Tihan an der Boje festgemacht. Die Crew von Lutz hat längsseits bei uns festgemacht. Da Lutz sein Schiff größer war, wird das Essen von unserem Koch hier serviert. Es hat allen bestens geschmeckt und der gute Wein und das Bier rundeten den Abend bis weit in die Nacht ab.

 

10.Tag:  Gegen 9 Uhr rufen wir bei Sunsail an, weil vom Außenboarder das Starterseil gerissen ist. Der Sunsail 4 Stunden-Service klappte perfekt. Um 11 Uhr haben wir schon an der Boje von Tihan ablegen können. Bei schönstem Wetter ging es rüber zur Insel Mljet. Sie ist die südlichtse Insel der großen dalmatischen Inseln. Zuerst haben wir Saplunara angesteuert. Nach dem Festmachen an der Boje, war der Schwell aber so groß, dass wir wieder losgemacht haben, denn eine unruhige Nacht wollten wir nicht riskieren. Also sind wir um die Südspitze, auf die Leeseite der Insel, in die Bucht von Okuklje gesegelt – landschaftlich einfach großartig. Beim Einlaufen in die Bucht, wird man von vielen winkenden Gastronomen, teilweise mit in den Händen gehaltenen Moorings, empfangen. Wir haben uns, entgegen dem Reiseführer, für das Restaurant „Lampalo“ (sehr familiär und sehr freundlich) entschieden. Die andere Crew nicht. Wir haben dafür hervorragend gegessen.

 

11.Tag:  Der Tag fängt gut an. Wir bekommen vom Wirt einen Kuchen, den seine Frau selbst gebacken hat, an Bord gebracht. Wir segeln zur Insel Korcula, was aber nur per Kreuzen möglich ist. Wir haben ja Zeit. Bei so viel Sonne und Wärme muss man das Kreuzen einfach genießen. Gegen 18 Uhr erreichen wir den sehr vollen Hafen von Korcula. Wer hier einen Platz haben will, sollte „früher“ als wir einlaufen. Den letzten Platz haben wir bekommen. Es war sehr eng beim Manövrieren. Unser Skipper hatte ordentlich zu tun. Aber auch die restliche Crew musste unter vollem Einsatz mit den Fendern jonglieren, um die Yacht sicher in die zugewiesene Lücke zu bekommen.

 

12.Tag:  Dieser Tag fängt nicht gut an. In der Nacht gab es keinen Strom in der ACI-Marina von Korcula, warum auch immer. Beim Bezahlen der Liegegebühr in Höhe von stolzen 70 Euro, wollte man uns aber diesen Ausfall nicht erstatten. Unser Kühl- schrank war ziemlich nass und alles was darin war. Die deutsche Sprache, die 2 Minuten vorher ohne Probleme von der Hafenmeisterin verstanden wurde, war auf einmal verblasst. Diskutieren zwecklos.

              Wir verlassen den engen Hafen der ACI-Mairna  und steuern wieder die Insel Mljet an. Nach einer Weile fängt es an zu Regnen und zu Blitzen. Es bleibt aber nicht dabei. Tiefschwarzer Himmel naht und ein sehr starker Regen setzt ein. Auch der Wind nimmt bis auf 6-7 Beaufort zu. Der Regen war mittlerweile so stark, dass die 50 Meter vor uns fahrende Yacht nicht mehr erkennbar war. Jetzt war unser einziges Ziel, eine schützende Bucht anzulaufen. Wir sind aufgrund dessen in die ca. 4 See-meilen entfernte Bucht von Polace gefahren. Nachdem wir einen ruhigen Ankerplatz gefunden haben, kam die Sonne wieder raus, und es war, als ob es nie geschüttet und gestürmt hätte.

 

13.Tag:  Wir sind noch am Frühstücken, plötzlich tauchen neben unserem Segelboot 2 Park-wächter auf. Palace ist Nationalpark. Entweder wir unterbrechen unser Frühstück und fahren los oder wir müssen 100 Kunar (ca. 12 Euro) pro Person bezahlen. Wir brechen natürlich auf. Zum Abschluss unseres tollen Törns treffen wir uns mit der anderen Crew noch einmal in Okuklje. Es ist wieder schönes Segelwetter. In Okuklje angekommen geht es erst mal wieder Baden und danach machen wir einen aus- giebigen Spaziergang durch den kleinen Ort und hoch zur kleinen, idyllisch gelegenen Kapelle (oberhalb des Dorfes). Abends gehen wir wieder ins Restaurant „Lampalo“, diesmal kommt auch die andere Crew mit. Wir haben ja vom tollen Essen geschwärmt. Einige essen Lammbraten, die anderen Fischplatte, einfach köstlich. Alle sind begeistert.

 

14.Tag:  Letzter Segeltag !! Also noch mal eine schöne Bucht anfahren zum Baden. Wir haben uns Kolocep (Ratac) ausgesucht. Es ist wieder herrliches Badewetter. Nach 2 Stunden brechen wir zum letzten Schlag auf, und zwar in unseren Ausgangshafen in die ACI-Marina von Dubrovnik. Abends geht es zum Abschiedsessen in der Nähe  der Marina.

 

15.Tag:  Heute heißt es Abschied nehmen. Unsere Crew macht allerdings noch 3 Tage Land-urlaub in der Altstadt von Dubrovnik. Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, auch wenn der Land- und Kreuzfahrttourismus der Stadt schon fast den Besucher-Infarkt bringt. Traumhafte verwinkelte Altstadtgassen, Museen, tolle Paläste, unzählige Restaurants und gemütliche Bars. Der gemütliche Teil beginnt, wenn die Kreuzfahrtschiffe abdampfen, denn dann leeren sich die Gassen erheblich.